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  • PropTech

    PropTech (kurz für Property Technology) steht für den Bereich der Immobilienbranche, der sich mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen befasst. Der Begriff bezeichnet sowohl die Teilbranche als auch die digitalen Lösungen und die Unternehmen, die sie entwickeln und verkaufen. Das sind meist Start-ups, also junge, neu gegründete Firmen.

    Prozesse, die typischerweise zum Bau, Kauf und Verkauf, zur Vermietung und Verwaltung von Immobilien gehören, laufen mit PropTech digital ab. Sie sollen damit effizienter und letztlich günstiger sein. PropTech Unternehmen ergänzen die Leistungen der etablierten Immobilienunternehmen und ersetzen sie teilweise beziehungsweise planen dies für die Zukunft.

    PropTechs gibt es in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft, von Facility Managment über Portfolio Management bis hin zur Immobiliensuche. Sie richten sich mit ihren Leistungen sowohl an Unternehmen als auch an Privatkunden.

    Beispiele für PropTech sind:

    • Onlineplattformen für Vermietung oder Verkauf von Immobilien
    • Onlineportale für die Vermietung von Ferienwohnungen wie AirBnB
    • Crowdinvesting-Plattformen
    • Verwaltungssoftware
    • Visualisierungssoftware, die einen virtuellen Rundgang durch ein Haus oder eine Wohnung ermöglicht
    • Smart-Home-Technologie

    Derzeit (Stand Herbst 2018) gibt es in Deutschland rund 300 PropTechs. Die meisten davon sitzen in Berlin. PropTech ist in Deutschland ein relativ junges Phänomen. Dass 2015 das sogenannte Bestellerprinzip eingeführt wurde, gab der Branche Auftrieb. Seitdem muss derjenige den Makler zahlen, der ihn bestellt. Das sind in vielen Fällen die Vermieter. Sie hatten die Maklerkosten zuvor meist auf die Mieter umgelegt. Einige Start-ups setzten hier mit Vermittlungsplattformen an, über die Mieter und Vermieter sich finden können. Sie wollen die Vermittlung günstiger anbieten als klassische Makler.

    Ein Begriff, der oft in Zusammenhang mit PropTechs und anderen Start-ups genannt wird, ist Disruption. Der Begriff leitet sich vom englischen „to disrupt“ für unterbrechen oder zerstören ab. Disruption ist eine Art revolutionärer Umbruch. Man spricht davon, wenn eine neue Idee bestehende Geschäftsmodelle oder sogar komplette Märkte überflüssig werden lässt und ersetzt. Eine Studie des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) vom Oktober 2016 hat ergeben: Nur 14% der etablierten Immobilienunternehmen glauben, dass PropTechs ihr Geschäftsmodell gefährden. Von den PropTech-Unternehmen sagen hingegen 63%, dass PropTech-Start-ups den Geschäftsmodelle alteingesessener Firmen gefährlich werden.

    Auch in anderen Branchen haben sich Bereiche herausgebildet, die den digitalen Wandel vorantreiben. In der Finanzbranche ist das beispielsweise FinTech, im Rechtsbereich Legal Tech.