• A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Alle
Press Enter
  • Finanzierung

    Die Begriffe „Finanzierung“ und „Investition“ werden fälschlicherweise häufig gleichgestellt. Da die Finanzierung eine wichtige Rolle beim Erwerb einer Immobilie spielt, möchten wir in diesem Glossar-Beitrag Klarheit schaffen. Im Folgenden finden Sie zunächst eine Definition zum Begriff „Finanzierung“, anschließend eine Unterscheidung für die Begriffe „Finanzierung und Investition“ und abschließend eine Erklärung der verschiedenen Finanzierungsarten.

    Finanzierung – Definition

    Der Begriff „Finanzierung“ umfasst sämtliche Maßnahmen, mithilfe derer für einen bestimmten Zeitraum finanzielle Mittel beschafft und wieder zurückgezahlt werden. Des Weiteren schließt die Finanzierung die Gestaltung der Zahlungs- und Informationsbeziehungen sowie der Kontroll- und Sicherungsbeziehung zwischen dem Kapitalnehmer und dem Kapitalgeber ein.

    Der Unterschied zwischen Finanzierung und Investition

    Die Bezeichnungen „Finanzierung“ und „Investition“ sind klar voneinander abzugrenzen. Während Finanzierung für die Beschaffung von Kapital steht, ist von einer „Investition“ die Rede, wenn erhaltenen finanziellen Mittel (oder stattdessen auch Eigenkapital) anschließend genutzt werden, um Umlauf- oder Anlagevermögen zu beschaffen. Im Rahmen einer Investition geht es also darum, wofür die Mittel letztlich verwendet werden.

    Finanzierungsarten

    Es können verschiedene Finanzierungsarten unterschieden werden. Zunächst lassen sich die Außen- und Innenfinanzierung voneinander abgrenzen und weiter untergliedern.

    Außenfinanzierung

    Von Außenfinanzierung wird gesprochen, wenn die Finanzierung nicht mithilfe bereits vorhandenem Kapital erfolgt, sondern wenn das Kapital über den Kapitalmarkt von außen beschafft wird. Die Außenfinanzierung lässt sich in die Finanzierungsarten Eigenfinanzierung, Fremdfinanzierung und Beteiligungsfinanzierung untergliedern.

    Eigenfinanzierung

    Der Begriff „Eigenfinanzierung“ bedeutet, dass ein Unternehmer zusätzliche Kapitaleinlagen leistet, d. h. dass er Geld auf das Firmenkonto überweist und somit für Investitionen zur Verfügung stellt. Das Geld gehört zunächst zum Privatvermögen eines Unternehmers und wird anschließend durch eine Kapitaleinlage in das Firmenvermögen aufgenommen.

    Beteiligungsfinanzierung

    Der Begriff „Beteiligungsfinanzierung“ bezeichnet die Beschaffung von Eigenkapital, indem Gesellschafter eines Unternehmens Kapitaleinlagen leisten und dem Unternehmen zu zusätzlichen finanziellen Mitteln verhelfen.

    Eine Beteiligungsfinanzierung geht je nach Unternehmensform mit rechtlichen Änderungen einher. So können sich durch eine Kapitaleinlage eines Gesellschafters beispielsweise die Mitwirkungsrechte im Rahmen der Geschäftsführung verändern sowie auch die Beteiligung an den Gewinnen und Verlusten des Unternehmens. Ebenso kann durch eine Beteiligungsfinanzierung die Haftung verändert werden. Diese rechtlichen Aspekte sind gesetzlich vorgegeben oder werden vertraglich geregelt.

    Fremdfinanzierung

    Der Begriff „Fremdfinanzierung“ bedeutet, dass ein Unternehmer oder eine Privatperson einen Kredit aufnimmt, um die nötigen Gelder zur Verfügung zu haben. Wenn ein Kredit für bis zu 90 Tage gewährt wird, wird von kurzfristiger Fremdfinanzierung gesprochen. Bei einer Finanzierung zwischen 90 Tagen und vier Jahren ist von mittelfristiger Fremdfinanzierung die Rede und eine Finanzierung, die mehr als vier Jahre lang andauert, wird langfristige Fremdfinanzierung genannt.

    Innenfinanzierung

    Die Innenfinanzierung bezeichnet die Beschaffung von Kapital innerhalb eines Unternehmens. Es werden demnach keine fremden Gelder benötigt.

    Innenfinanzierung durch Gewinneinbehaltung

    Eine Möglichkeit der Innenfinanzierung ist es, erzielte Gewinne einzubehalten anstatt diese an die Gesellschafter auszuschütten. Hierbei spricht man von Selbstfinanzierung. Weitere Formen stellen die Innenfinanzierung aus Abschreibungen und die Finanzierung aus Rückstellungsgegenwerten dar.

    Innenfinanzierung durch Umschichtung von Vermögen

    Eine weitere Möglichkeit der Innenfinanzierung ist die Vermögensumschichtung innerhalb eines Unternehmens. Das bedeutet, dass das Anlage- oder Umlaufvermögen, welches nicht mehr benötigt wird, veräußert wird. Hierdurch stehen dem Unternehmen wieder liquide Mittel zur Verfügung, die für verschiedenste Investitionen genutzt werden können. Das Vermögen wird im Rahmen dieser Finanzierungsart wieder in Kapital umgewandelt.

    Immobilienfinanzierung

    Auch zur Immobilienfinanzierung sind Finanzierungsarten anwendbar. Während sich die Beteiligungsfinanzierung und die Eigenfinanzierung nur für Unternehmen eignet, können die anderen Finanzierungsarten auch von Privatpersonen genutzt werden, um anschließend in eine Immobilie investieren zu können. Wer als Privatperson eine Immobilie erwerben möchte, kann zu dessen Finanzierung also entweder genügend Geld ansparen – dies entspräche der Innenfinanzierung durch Gewinneinbehaltung. Oder einen Kredit aufnehmen oder anderes Anlagevermögen veräußern, um genügend liquide finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben.