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  • Wertpapier

    Wertpapiere in Form von Aktien, Zertifikaten, Fonds, Genussscheinen und Anleihen spielen bei Investitionen an der Börsen eine Hauptrolle. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, verbirgt sich hinter jedem Wertpapier ein Wert. Dieser Wert entspricht bestimmten Geldbeträgen oder klar formulierten Rechten. In Form von Kursgewinnen, Dividenden und Zinsen können Sie durch Wertpapiere Ihr Vermögen vergrößern. Die in Wertpapieren verbrieften Rechte unterscheiden sich voneinander und sind ein Hauptkriterium bei der Differenzierung. iFunded erklärt, welche Wertpapierarten es gibt und was es für Investoren zu beachten gilt.

    Wertpapiere einfach erklärt

    Wertpapiere sind Urkunden, die Rechte wie die Miteigentümerschaft an Unternehmen verbriefen. Verbriefungen sind hierbei als Forderungen zu verstehen, die in offiziellen Schriftstücken festhalten werden und nur durch deren Vorlage geltend gemacht werden können.

    Heute müssen Wertpapiere entsprechende Rechte nicht mehr auf Papier verschriftlichen: Seit der Digitalisierung fallen auch elektronische Produkte in die Wertpapier-Kategorie. Im Hinblick auf die verbrieften Rechte, die Übertragbarkeit und den Wirtschaftswert existieren verschiedene Formen an Wertpapieren. Was ist das Hauptunterscheidungskriterium zwischen einzelnen Wertpapierarten und welche Rechte werden darin verbrieft?

    Die Welt der Wertpapiere: Worin unterscheiden sie sich?

    Wertpapiere unterscheiden sich hauptsächlich nach dem darin verbrieften Recht. Die wichtigsten Kategorien in dieser Hinsicht sind

    • Forderungsrechte wie bei Anleihen.
    • Beteiligungsrechte in Form von Vermögens- oder Stimmrechten bei Aktien.
    • Sachenrechte bei Schuldbriefen wie dem Hypothekenbrief oder dem Grundschuldbrief.

    Neben der Art des Rechts unterscheidet die rechtliche Übertragbarkeit Wertpapiere voneinander. Inhaberpapiere verbriefen das Recht eines beliebigen Inhabers und sind dadurch leichter übertragbar als sogenannte Namenspapiere, die auf einen bestimmten Eigentümer ausgeschrieben sind. Dank ihrer Vertretbarkeit nehmen Inhaberpapiere beim Wertpapierhandel eine Schlüsselposition ein. Im Börsenhandel ist bei Wertpapieren dieser Art von Effekten die Rede. Neben der verbrieften Rechtsart und der Vertretbarkeit unterscheiden sich Wertpapierarten auch im Hinblick auf den Ertrag und den Wirtschaftswert.

    Wertpapiere beschaffen Eigen- oder Fremdkapital

    Der Zweck eines jeden Wertpapiers ist die Kapitalbeschaffung. In dieser Hinsicht wird zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden. Für Anleger besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Kapitalbeschaffungsformen.

    Wertpapiere zur Eigenkapitalerwirtschaftung machen Sie zum Mitbesitzer des emittierenden Unternehmens, während solche zur Fremdkapitalerwirtschaftung aus dem Investor einen Kreditgeber ohne Unternehmensanteile machen.

    Dieser Unterschied beeinflusst die Wahl eines passenden Wertpapiers auf ähnliche Weise wie die Risikobereitschaft des Anlegers. Dank einer Vielzahl unterschiedlicher Arten können Sie sich bei Ihrer Investition im Hinblick auf Wertpapiere genauso gut spekulativ wie sicherheitsorientiert verhalten.

    Aktien sind das bekannteste Beispiel für Wertpapiere

    Aktien repräsentieren Unternehmensanteile und machen den Aktionär zum Miteigentümer. Das durch Aktien eingenommene Kapital gilt als Eigenkapital, wodurch die Veräußerung der Wertpapiere einem Finanzierungsinstrument gleichkommt. Neben Aktiengesellschaften (AG) nutzt die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und die Europäische Gesellschaft (SE) diese Kapitalbeschaffungsmaßnahme.

    Als Aktionär erhalten Sie für die Entrichtung des Kurswerts Rechte und Pflichten in Form des Wertpapiers. Definitionen unterscheiden standardisierte Einheitsaktien von anderen Aktienarten. Stammaktien und Vorzugsaktien unterscheiden sich beispielsweise im Hinblick auf das darin verbriefte Stimmrecht, während sich Nennbetragsaktien von Stückaktien hinsichtlich des Unternehmensanteils differenzieren.

    Privatanleger erreichen in Aktienform selten ein spürbares Stimmrecht. Allerdings können Sie mit Wertpapieren trotzdem Geld verdienen: einerseits in Form von Dividenden und andererseits durch Kurszugewinne. Dividenden werden vom emittierenden Unternehmen an die Aktionäre ausgeschüttet, um die Nachfrage zu erhöhen und dadurch Kurssteigerungen zu erzielen. Falls Sie an der Börse mit Aktien handeln, sind regelmäßige Marktanalysen und genaue Kursbeobachtungen entscheidende Erfolgskriterien. Neben der Wirtschaftslage des Emittenten beeinflusst das allgemeine Marktgeschehen Auf- und Abwärtsbewegungen der Aktienkurse.

    Verschiedene Wertpapierarten im Überblick

    Währen Sie durch Aktien zum Gesellschafter einer AG oder KGaA werden, macht Sie der Besitz einer Unternehmensanleihe zum Gläubiger. Anstelle eines Unternehmensanteils kaufen Sie bei einer Anleihe einen Teil der Unternehmensschuld, indem Sie Geld gegen Zinsen verleihen. Anleihen entsprechen demzufolge verzinslichen Wertpapieren, die keine Eigentumsrechte verbriefen.

    Dadurch sichert Ihnen das Wertpapier, anders als die Aktie, keine Stimmrechte auf der Hauptversammlung zu und erwirtschaftet statt Dividenden meist Festzinsen. Auf Basis dieser Unterschiede gelten alle durch Anleihen erwirtschafteten Gewinne als Fremdkapital. Dasselbe gilt für viele andere Wertpapierarten.

    Genussscheine gleichen der Anleihe

    Ein Genussschein ist eine Art Mischform von Aktien und Anleihen. Dieses Wertpapier ist sowohl von Eigen- als auch von Fremdkapital geprägt und verbrieft neben der Nennwertrückzahlung Zinszahlungen. Allerdings gibt Ihnen das Wertpapier auf beide Ansprüche keine Garantie. Anders als bei der Anleihe hängen Ausschüttungen bei Genussscheinen von Unternehmensgewinnen ab. Trotz vergleichsweise hohen Renditen im Gewinnfall ergeben sich dadurch hohe Totalverlustrisiken.

    Zertifikate & Optionsscheine sind strukturierte Anlagen

    So wie der Genussschein mit der Anleihe verwandt ist, besteht auch zwischen Zertifikat und Anleihe eine enge Verbindung. Beide Wertpapiere entsprechen Schuldverschreibungen eines bestimmten Unternehmens. Allerdings ist die Rückzahlungsart der Schuld bei Zertifikaten meist an Faktoren wie den Aktienkurs gebunden.

    So wie das Zertifikat als strukturierte Anlage gilt, gelten auch Optionsscheine als solche. Diese Form des Wertpapiers verbrieft ohne Handlungsverpflichtung das Recht, bestimmte Waren in einer vordefinierten Menge zu festgelegten Preisen und Terminen verkaufen oder ankaufen zu können. Dadurch ermöglichen Optionsscheine bei steigenden Kursen eine gewisse Unabhängigkeit vom vorherrschenden Börsen-Ankaufswert.

    Fonds sind verwaltete Wertpapiere

    Fonds sind eine Sonderform des Wertpapiers, weil sie das Kapital vieler Anleger sammeln und durch Fondsmanager verwaltet werden. Das Wertpapier jedes Anlegers verbrieft unter diesem Prinzip einen Anteil an fondseigenen Rohstoffen, Aktien oder Immobilien.

    Fondsmanager minimieren Risiken in der Regel durch eine breite Kapitalstreuung. Im Hinblick auf Fonds stehen Ihnen von hochspekulativen bis hin zu sicherheitsorientierten Sparfonds die verschiedensten Arten zur Auswahl.

    Fazit: Einfach erklärt sind Wertpapiere Rechtszusicherungen

    Von Fonds bis Anleihen entsprechen Wertpapiere Rechtszusicherungen, die sich ausschließlich gegen Vorlage der Verbriefung geltend machen lassen. Die Umgangssprache beschreibt auch Geburtsurkunden und Ausweisdokumente als Wertpapiere. In der engeren Definition stimmt diese Kategorisierung allerdings nicht: Wer einen Ausweis oder eine Geburtsurkunde findet, erhält dadurch nämlich keinerlei Rechte.

    Obwohl Anlagen wie das Sparbuch eine Form des Wertpapiers darstellt, ist speziell im Zusammenhang mit Wertpapierhandel in den meisten Fällen von Aktien, Fonds oder Anleihen die Rede. Laut statistischen Erhebungen beweisen deutsche Privatpersonen noch immer eine geringe Investitionslust in diese Finanzprodukte. Wer in Wertpapiere investieren möchten, sollte sich hinsichtlich aller Chancen und Risiken professionell beraten lassen.