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  • Crowdinvesting

    Beim Crowdinvesting handelt es sich um eine Form des Crowdfunding. Daher werden wir Ihnen im Folgenden als Grundlage zunächst den Begriff „Crowdfunding“ erklären. Anschließend gehen wir auf die Besonderheiten des Crowdinvesting ein und stellen Ihnen Crowdinvesting Plattformen vor.

    Crowdfunding – Definition

    Der englische Begriff „Crowdfunding“ steht für Schwarm- oder Gruppenfinanzierung (engl. „crowd“ = Schwarm, (Menschen-)Menge; engl. „funding“ = Finanzierung). Die Kapitalgeber heißen Crowdfunder.

    Das Crowdfunding wird bei Unternehmensgründungen oder anderen Vorhaben genutzt, wenn der Gründer nicht genügend Kapital zur Verfügung hat, um das Vorhaben aus finanzieller Sicht allein umzusetzen. Im Rahmen des Crowdfunding kann der Gründer auf speziellen Plattformen eine Ausschreibung veröffentlichen, sein Vorhaben erklären und Crowdfunder für sich gewinnen, die das Projekt gemeinsam mit ihm finanzieren.

    Der Gründer der Crowdfunding-Kampagne kann den Crowdfundern im Gegenzug zu ihrer finanziellen Hilfe eine Gegenleistung anbieten, beispielsweise Rabatte auf das zu finanzierende Produkt oder ein anderes Dankeschön. Diese Gegenleistung ist jedoch nicht zwingend notwendig. Ein Gründer kann genauso eine Crowdfunding-Kampagne ausschreiben, bei der die Crowdfunder lediglich aus idealistischen oder selbstlosen Gründen Geld spenden, um das entsprechende Vorhaben zu unterstützen.

    Crowdinvesting – Definition & Besonderheiten

    Beim Crowdinvesting handelt es sich um eine besondere Form des Crowdfunding. Auch bei dieser Form der Finanzierung werden unternehmerische Vorhaben von einer Menschenmenge, der sogenannten Crowd, finanziert.

    Gegenleistung

    Der entscheidende Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting liegt in der Gegenleistung des Kapitalnehmers. Während die Gegenleistung beim Crowdfunding optional ist, erhalten die Kapitalgeber beim Crowdinvesting Zinsen für ihr Investment oder werden entsprechend ihres Kapitaleinsatzes direkt am Gewinn des Unternehmens beteiligt.

    Vorkommen

    Das Crowdinvesting in Deutschland ist in der Immobilienbranche eine sehr beliebte Form der Kapitalbeschaffung. Auch von Startups sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) wird das Crowdinvesting besonders gerne zur Finanzierung unternehmerischer Vorhaben genutzt.

    Nachrangdarlehen

    Crowdinvestments sind in der Regel Nachrangdarlehen. Das heißt, dass die Forderungen der Crowdinvestoren einen niedrigeren Rang haben als die Forderungen anderer Gläubiger. Falls das Unternehmen insolvent ginge, würden also erst alle anderen Gläubiger bedient werden, bevor die Crowdinvestoren Teile ihres eingesetzten Kapitals zurückerhalten. Für den Fall einer Insolvenz des Unternehmens kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass die Crowdinvestoren einen Totalverlust erleiden.

    Informations- & Mitspracherechte

    Bei vielen Beteiligungen ist es möglich, ein Mitspracherecht für die Investoren festzulegen. Beim Crowdinvesting ist dies nicht der Fall. Die Crowd kann sich an unternehmerischen Entscheidungen also nicht beteiligen. Häufig gibt es im Rahmen eines Crowdinvestments jedoch zumindest ein Informationsrecht für die Anleger.

    Inwiefern die Investoren über die Entwicklung der Projekte informiert werden müssen, variiert allerdings je nach Crowdinvesting-Plattform. Viele Anbieter schreiben den Kapitalnehmern vor, dass sie die Crowd in Abständen von drei Monaten über die laufende Geschäftsentwicklung informieren müssen. So können die Anleger einen besseren Einblick erhalten, wofür das von ihnen eingesetzte Kapital genau genutzt wird, welche Erfolge bisher erzielt wurden und vor welchen Herausforderungen das Unternehmen derzeit steht.

    Besteuerung

    Die Einkünfte, die ein Anleger durch ein Crowdinvestment erhält, unterliegen der Abgeltungssteuer und werden somit mit 25 Prozent zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag besteuert.

    Vorteile des Crowdinvesting für Anleger

    Sowohl für Anleger als auch für Investoren bietet Crowdinvesting verschiedene Vorteile. Einer dieser Vorteile ist, dass es für Anleger schon mit einem relativ kleinen Investitionsbetrag möglich ist, große Projekte zu unterstützen. Die zu investierenden Mindestbeträge variieren je nach Crowdfunding-Plattform sowie je nach Kampagne.

    Ein weiterer Vorteil des Crowdinvesting liegt darin, dass die Identifikation des Anlegers und die emotionale Verbindung mit dem Unternehmen und dem Vorhaben verhältnismäßig hoch ist.

    Des Weiteren können die Crowdinvestoren häufig nicht nur durch die ausgezahlten Zinsen oder die Gewinnbeteiligung am Erfolg des Projektes teilhaben, sondern ebenso in Form von exklusiven Rabatten und anderen Vorteilen.

    Vorteile des Crowdinvesting für Unternehmen

    Neben der Möglichkeit zur Finanzierung verschiedenster Vorhaben bietet das Crowdinvesting für die kapitalbeschaffenden Unternehmen zusätzliche Vorteile.

    Durch eine Crowdinvesting-Kampagne ist es möglich, den Markt kostenlos zu testen. Bevor ein Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringt oder eine Immobilie baut, kann durch eine Crowdfunding- oder Crowdinvesting-Kampagne geprüft werden, wie viele andere Menschen von diesem Vorhaben ebenso überzeugt sind wie das Unternehmen selbst. Je mehr Menschen davon überzeugt und sogar dazu bereit sind, selbst zur Finanzierung des Projekts beizutragen, desto mehr potentielle Kunden hat ein Produkt und desto erfolgversprechender ist auch das gesamte Vorhaben.

    Scheitert eine Crowdinvesting-Kampagne hingegen daran, dass zu wenige Menschen von der Idee begeistert sind, so sollte das Vorhaben noch einmal überdacht werden, da es anscheinend weniger potentielle Kunden gibt als zuvor erwartet. Denn wer nicht ausreichend an die Idee glaubt, um sie auch mitfinanzieren zu wollen, wird anschließend voraussichtlich auch kein Kunde werden.

    Nachteile des Crowdinvesting

    Wie bei anderen Kapitalanlagemöglichkeiten besteht auch im Rahmen des Crowdinvestings das Risiko, dass Teile oder sogar das gesamte eingesetzte Vermögen nicht zurückgezahlt werden können und somit verloren gehen.

    Bei der Investition in Immobilien oder mittelständische Unternehmen ist dieses Risiko geringer als bei der Teilnahme an Crowdinvest-Kampagnen von Startups.

    Ein weiterer Nachteil kann in den Laufzeiten der Investitionen gesehen werden. Die Beteiligungsdauer für Crowdinvesting-Kampagnen in der Immobilienbranche beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre. Wer in Startup-Projekte investieren möchte, bindet sich teilweise für eine Laufzeit von fünf bis acht Jahren an die Investition. Während dieser Laufzeiten sind in vielen Fällen keine Kündigungen möglich, das heißt, die Kapitalanlage kann nicht ohne Weiteres veräußert und in liquide Mittel umgewandelt werden.

    Ein weiterer Nachteil des Crowdinvestings gegenüber anderen Beteiligungen besteht darin, dass die Crowdinvestoren kein Mitspracherecht bezüglich der unternehmerischen Tätigkeiten erhalten. Sie stellen also nur das Kapital zur Verfügung und müssen darauf vertrauen, dass das Geld von dem Unternehmen verantwortungsbewusst und erfolgreich genutzt wird.

    Minimierung der Risiken

    Um Risiken zu minimieren, sollten Sie nur in Kampagnen investieren, die sie verstehen und für erfolgversprechend einstufen. Außerdem sollten Sie nie mehr Geld auf einmal investieren als Sie auch verlieren könnten, ohne Ihre Existenz zu gefährden. Da es in den meisten Fällen nicht möglich ist, die Crowdinvestments auf einem Sekundärmarkt wieder zu verkaufen, um diese in liquide Mittel umzuwandeln, sollten Sie nur dasjenige Kapital einsetzen, das Sie während der Kampagnenlaufzeit nicht benötigen.

    Sie sollten nur seriöse Crowdinvesting-Plattformen wie iFunded nutzen, auch wenn Ihnen auf einer unbekannten, suspekt erscheinenden Seite eine hohe Rendite versprochen wird.

    Informieren Sie sich nicht nur über die Crowdinvesting-Plattform, sondern ebenso über die Unternehmen, die eine Kampagne auf der entsprechenden Plattform ausgeschrieben haben. Finden Sie im Internet Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass es sich hierbei um ein unseriöses Unternehmen handelt, sollten Sie von einer Investition absehen.

    Des Weiteren ist es empfehlenswert, verhältnismäßig kleine Beträge in eine Vielzahl von Kampagnen bzw. Projekten zu investieren, um das Verlustrisiko zu streuen. Dies ist beim Crowdinvesting problemlos möglich, da die Beträge, die mindestens investiert werden müssen, in der Regel gering sind. Wenn Sie Ihr eingesetztes Kapital auf viele verschiedene Crowdinvesting-Kampagnen verteilen, können mögliche Verluste bei einer Kampagne durch die Gewinne einer anderen Investition wieder aufgefangen werden.