Wer in Kryptowährungen wie Bitcoin, Etherum, Cardano & Co investiert, braucht starke Nerven: Bitcoins beispielsweise verloren Anfang Juni innerhalb weniger Stunden 10% an Wert. Solch starke Kursschwankungen sind bei Kryptowährungen nicht selten. Dennoch hält knapp ein Drittel der Deutschen sie für eine interessante Geldanlage. Das geht aus der Postbank Digitalstudie 2018 hervor.

Für die repräsentative Studie befragte das Geldhaus im März rund 3.000 Deutsche dazu, was sie von Krytowährungen als Investment halten. Von den digitalen Zahlungsmitteln, die ohne zentrale Instanzen wie Banken auskommen, gibt es mehr als 1.000. Bitcoin ist die älteste und bekannteste. Der Studie zufolge üben Kryptowährungen auf junge, tendenziell internetaffine Menschen eine besonders starke Faszination aus. Fast die Hälfte der 18- bis 34-jährigen interessiert sich für Bitcoin & Co. als Geldanlage.

Quelle: Postbank

 

Deutsche wollen Unabhängigkeit, Rendite und Anonymität
Deutsche aller Altersgruppen reizen an Kryptowährungen besonders die Unabhängigkeit von der Geldpolitik der Notenbanken, hohe Renditechancen und Anonymität. Die Autoren der Studie beobachteten dabei, dass Frauen die Unabhängigkeit vom Finanzsystem für deutlich wichtiger halten als Männer. Für 60% der Frauen ist das einer der Vorteile der digitalen Zahlungsmittel. 51% der Männer stimmen ihnen zu.

Die hohen Renditechancen, die mit Kryptowährungen möglich sind, sprechen hingegen eher Männer an. Für 56% der macht dieser Aspekt eine Anlage in Bitcoin & Co. interessant. Von den Frauen gaben dies nur 36% an.

Quelle: Postbank

 

3% besitzen Kryptowährungen
Den Schritt hin zum Investment in Kryptowährungen haben bislang allerdings nur wenige gemacht: Der Postbank-Studie zufolge besitzen 3% der Deutschen das digitale Zahlungsmittel. Bei den unter 35-jährigen sind es 6%.

Dass dieser Prozentsatz – verglichen mit dem hohen Interesse – relativ gering ist, hat mehrere Gründe. Der Studie zufolge investieren 56% wegen des hohen Risikos nicht in Kryptowährungen. Dass es sich um eine rein virtuelle Währung handelt, der Staat sie nicht kontrolliert und Anleger keinen Einlagenschutz genießen, bemängeln je rund 30%. Für die Hälfte der Deutschen sind zu geringe Kenntnisse ein Hinderungsgrund.

Quelle: Postbank

 

Nur jeder fünfte gab an, sich mit Kryptowährungen gut oder sehr gut auszukennen.

Quelle: Postbank

 

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